Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE)
an der Professur für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Erfurt
Profil
Aufgabe der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE) ist die Erforschung der Geschichte der katholischen Kirche in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sowie deren Vermittlung. Dies geschieht vor allem durch eigene Forschungsprojekte sowie durch die Unterstützung von Studierenden in ihren Forschungen für Examensarbeiten und Promotionen (hierzu bereits neun abgeschlossene Dissertationen). An der FKZE werden so die zeitgeschichtlichen Forschungsaktivitäten, die an der Professur für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit angesiedelt sind, gebündelt und vernetzt.
Die Forschungsschwerpunkte hierbei sind:
- Forschungen zur katholischen Zeitgeschichte
- Katholizismus in der SBZ / DDR
- Katholische Kirche und sozialistischer Staat
- Forschungen im Stasi-Unterlagen-Archiv zur katholischen Kirche in der DDR.

Bibliothek
Die Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte verfügt über eine Bibliothek zur Thematik "Katholische Kirche in der SBZ/DDR". Diese ist für die Öffentlichkeit - nach vorheriger Anmeldung - als Präsenzbibliothek nutzbar.
Aktuelles
Justus Geilhufe (Hg.), Das Leben suchen. Bischöfe, Pröpste und Theologen in der DDR
In diesem Sammelband werden verschiedene Persönlichkeiten protestantischer wie katholischer Konfession vorgestellt, die das kirchliche Leben in der DDR auf ihre Art und Weise leitend mitgestaltet haben und dabei Wegweisendes für uns heute geleistet haben. Darin sind auch folgende beiden Beiträge enthalten:
Martin Fischer, »Wir Bischöfe identifizieren uns mit den Schwächsten!«. Joachim Meisner (1933–2017), in: Justus Geilhufe (Hg.), Das Leben suchen. Bischöfe und Theologen in der DDR, Leipzig 2023, 183-195.
Jörg Seiler, »Das Evangelium Jesu Christi auf mitteldeutsch buchstabieren«. Joachim Wanke (* 1941), in: Justus Geilhufe (Hg.), Das Leben suchen. Bischöfe und Theologen in der DDR, Leipzig 2023, 197-218.

Nachgefragt:

„Welche Rolle spielten die Friedensgebete in der Friedlichen Revolution, Herr Dr. Fischer?“
Im Herbst 1989 besuchten in vielen Städten der DDR Tausende die Friedensgebete der christlichen Kirchen. Doch warum? Was sprach Menschen ohne jegliches religiöse Bekenntnis an dem Konzept der Friedensgebete an? Wie wurden sie gestaltet, um auch kirchenfernen Menschen die Teilhabe zu ermöglichen? Welche Rolle haben damit die christlichen Kirchen in der Friedlichen Revolution insgesamt gespielt? „WortMelder“ hat bei Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE), nachgefragt …
Sie können den Beitrag hier nachlesen.
Mitarbeiter
Kontakt
Postadresse
Universität Erfurt,
Katholisch-Theologische Fakultät
Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte
Postfach 90 02 21
99105 Erfurt
Besucheradresse
Universität Erfurt
Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte
Domstraße 9
99084 Erfurt