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Simone Jäger, M.A.

Simone Jäger ist seit Januar 2016 Doktorandin an der Professur für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Soziale Kommunikation bei Prof. Dr. Constanze Rossmann sowie Mitglied im Nachwuchskolleg „Communication and Digital Media“ und im fakultätsübergreifenden Gesundheitsforschungsnetzwerk GENIA an der Universität Erfurt. Sie promoviert zum Thema „Effektive patientenzentrierte Kommunikation im Krebskontext: Ärztliche Best-Practice-Strategien für die gemeinsame Therapieentscheidung nach patientenseitiger Onlinerecherche“ (Arbeitstitel).

Kontakt: simone.jaeger@uni-erfurt.de

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Lebenslauf

  • 2021: Förderung der aktiven Teilnahme an der International Conference on Communication in Healthcare (ICCH) durch ein
    DAAD-Kongressreisestipendium
  • 2019: Anschlussförderung des Promotionsvorhabens durch ein Brückenstipendium der Universität Erfurt (6 Monate)
  • 2019: HCB3 "Top 3" Award Winner (Auszeichnung für eine der drei besten Präsentationen) der „Health Communication: Barriers, Breakthroughs & Best Practices Online Conference“ der University of Illinois at Urbana-Champaign, USA
  • 2016-2018: Förderung des Promotionsvorhabens durch ein Christoph-Martin-Wieland-Stipendium der Universität Erfurt (3 Jahre)
  • 2013: Förderung der aktiven Teilnahme an der Jahrestagung der Medicine 2.0, London, durch ein Kongressreisestipendium des DAAD
  • 2013: Förderung der aktiven Teilnahme an der Jahrestagung der IAMCR, Dublin, durch Programme der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

  • Academy of Communication in Healthcare (ACH) 
  • Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK); Fachgruppen: Gesundheitskommunikation, Digitale Kommunikation, Methoden, Rezeptions- und Wirkungsforschung (inkl. Nachwuchsgruppe „NaRezFo“)
  • International Communication Association (ICA); Division: Health Communication
  • International Association for Media and Communication Research (IAMCR); Working Group: Health Communication
  • Society for Health Communication
  • Medicine 2.0 Network – World Congress on Social Media, Mobile Apps, and Internet/Web 2.0 in Health, Medicine and Biomedical Research
  • Health Communication Hub
  • Gesundheitsforschung | Erfurter Netzwerk für interdisziplinären Austausch in Forschung, Lehre und Praxis (GENIA)
  • Nachwuchskolleg der interdisziplinären Forschergruppe „Communication and Digital Media“ (ComDigMed) der Universität Erfurt

Review:

  • Fachzeitschriften: Health Communication (eingeladen, seit 2020), European Journal of Health Communication (eingeladen, seit 2022)
  • Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK, Fachgruppe Gesundheitskommunikation, seit 2014); ebd. zus. mit European Communication Research and Education Association (ECREA, Health Communication Temporary Working Group) für die European Conference on Health Communication (ECHC, seit 2019)
  • Medicine 2.0 – World Congress on Social Media, Mobile Apps, and Internet/Web 2.0 in Health, Medicine and Biomedical Research (seit 2014)
  • Veranstaltungsorganisationen:
    • Dreiteilige Workshopreihe zum Thema „Souveränes Auftreten“, zusammen mit Mara-Helene Hucke im Rahmen des Promotionsprogramms „Communication and Digital Media“ (ComDigMed):

      • „Souverän vor Publikum: Körpersprache, Stimme und überzeugende Rede“, Referentin: Celina Schareck, 12.12.2022, Universität Erfurt
      • „Strahlen lernen: Mit theaterpädagogischen Mitteln am eigenen Auftritt arbeiten“, Referentin: Katherina Große-Winkler, 21.4.2023, Universität Erfurt
      • „Online souverän auftreten – Ideen überzeugend rüberbringen“, Referent: Torsten Rother, 4.12.2023, Universität Erfurt
    • Blue Sky Workshop zum Thema „New Strategies and Challenges in Doctor-Patient Communication: How do eHealth and mHealth Use Change Medical Consultation and Care?“, 28. Mai 2017, 67. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 25.-29. Mai 2017, San Diego, USA. Organisation, zusammen mit Nicola Krömer.
    • Gesundheitstag der Universität Erfurt zum Thema gesunde Ernährung unter dem Motto „Is(s) was Gutes!“, 12. Mai 2017, Erfurt. Mitorganisation, zusammen mit Jens Panse, in Kooperation mit der BKK ProVita und dem ProVeg.
    • Jahrestagung der Fachgruppe Rezeptions- und Wirkungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) durch das Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt, 26.-28.1.2017, Erfurt. Mitarbeit im Organisationsteam von Nicole Podschuweit und Claudia Wilhelm.
    • Diverse kommunikationsbezogene Veranstaltungen für nationale und internationale Fachbesuchergruppen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, 2012-2015, Frankfurt. Organisation, in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen.
  • Pairing with Colleagues Programs:
    • International Conference on Communication in Healthcare (ICCH, 2018)
    • International Communication Association (ICA, 2017)
  • Einbringung bei Expertenrunden, Kursen und Workshops (nur eingeladene):
    • „DIAPPOWER Workshop: Effects of diabetes app use in chronic disease management – a Singaporean-German collaboration on empowerment for diabetes self-management“, 11.-12.12.2016, Erfurt
    • Innovationsforum „TEDIMA – Technik und Dialog im Alter“, 27.-28.1.2016, Breitungen/Werra (über Prof. Dr. Constanze Rossmann)
    • Expertenrunde zum Zentralen Informationsportal über seltene Erkrankungen (ZIPSE, gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit): „Workshop zur Bewertung der Qualität von medizinischen Informationen im Internet“, Center for Health Economics Research Hannover (CHERH), 28.4.2014, Hannover
    • Symposium „#E-Health: Aktuelle Trends in Rehabilitation und Psychotherapie“ der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 23.11.2013, Mainz
    • Fort- und Weiterbildungskurs für Medizinstudenten zum Thema „Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten – wie neue Medien uns vor neue Herausforderungen stellen“, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI), Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 26.10.2013, Mainz

Forschung

„Effektive patientenzentrierte Kommunikation im Krebskontext: Ärztliche Best-Practice-Strategien für die gemeinsame Therapieentscheidung nach patientenseitiger Onlinerecherche“ (Arbeitstitel)

Die Dissertationsstudie beschäftigt sich mit effektiver patientenzentrierter Kommunikation von Ärzt*innen mit Patient*innen, die von einer oder mehrerer der drei häufigsten Krebserkrankungen betroffen sind (Brust-, Darm- und Prostatakrebs). Hierbei geht es insbesondere um den ärztlichen Umgang mit Patient*innen, die im Internet zu ihrer Erkrankung recherchieren und diese Informationen in die Therapie einbringen. Diese Studie ist mit Blick auf das Handlungsfeld 4 des Nationalen Krebsplans bedeutsam, vor allem die Ziele 12a und 13 zur Stärkung der kommunikativen Kompetenz der Leistungserbringer*innen und der aktiven Miteinbeziehung von Patient*innen in die Entscheidung über medizinische Maßnahmen.

Bevor Patient*innen in die Sprechstunde zu Ärzt*innen gehen, recherchieren sie häufig Gesundheitsbelange online. Diese Trendentwicklung nimmt stetig zu. In der Onkologie liegt naturgemäß ein hoher Informations- und Handlungsdruck vor. Bei der Therapiewahl kommt der zunehmenden Internetrecherche auf Patientenseite eine besondere Bedeutung zu. Daher stellt sich die Frage, wie Ärzt*innen im Gespräch mit Patient*innen, die sich im Internet über Therapien informiert haben, am besten umgehen und darauf eingehen können. Die Ergebnisse der Studie sollen die ärztliche Kommunikation mit Krebspatient*innen für beide Seiten verbessern, darüber die Arzt-Patient-Beziehung stärken und einen Beitrag zur Gesundheit und Lebensqualität von Patient*innen leisten.

Forschungsleitende Fragestellungen: Inwiefern beeinflussen die Internetrecherche von Krebspatient*innen und die Konfrontation ihrer therapieleitenden Ärzt*innen damit in der Sprechstunde (1) die Interaktion, speziell das Patient Involvement, die ärztliche Kommunikation und das Shared Decision Making, sowie (2) ausgewählte Folgen auf Patientenseite, das heißt Zufriedenheit mit ärztlicher Betreuung, Adhärenz und mentales/psychisches Wohlbefinden? Bei welchen Typen von über das Internet vorinformierten Patient*innen (Prädispositionen) und unter welchen patientenbezogenen Konditionen (Situation und Verhalten) ist welche ärztliche patientenzentrierte Kommunikation bei der gemeinsamen Therapieentscheidung empfehlenswert?

Für die Analyse dieser Zusammenhänge wurde ein theoretisches Framework Model entworfen, welches das Wirkungsgefüge von Online-Kontext, interpersonalem Kontext (Arzt-Patient-Gespräch) und den Folgen (Effektivitätsindikatoren) abbildet. Vor diesem Hintergrund sollen beide Perspektiven im Arzt-Patient-Gespräch beleuchtet und dabei effektive Kommunikationsstrategien aufgedeckt werden. Das Studiendesign sieht dafür zwei Online-Befragungen vor: eine Delphi-Befragung mit therapieleitenden Ärzt*innen und Patientenvertreter*innen (Teil 1, abgeschlossen) sowie eine darauf aufbauende quantitative Befragung mit Krebspatient*innen (Teil 2, laufend).

Ein großer Dank geht an die offiziellen Unterstützer*innen. Für den ersten Studienteil sind dies die Deutsche Krebsgesellschaft e.V., das Leitlinienprogramm Onkologie, die Stiftung LebensBlicke und folgende Bundesverbände der Krebsselbsthilfe: das BRCA-Netzwerk e.V., der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. und die Deutsche ILCO e.V.

Abgeschlossene Projekte

  • 2010-2012: Magisterarbeitsprojekt; Thema: Wahrnehmung, Einstellungen und Verhalten von ÄrztInnen im Umgang mit PatientInnen vor dem Hintergrund patientenseitiger Online-Recherche; Methodik: qualitative Befragung von vierzehn Hausärzten und Onkologen; Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Oliver Quiring, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2009: Projektmitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Studie von Dr. Benjamin Krämer zur Mediensozialisation im Lebensverlauf)
  • 2009: Projektmitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Studie von Dr. Benjamin Krämer, Dr. Thorsten Naab, geb. Schroll, und Prof. Dr. Gregor Daschmann zur Funktion der Koorientierung für den Journalismus)

Publikationen

Jäger, S., Linn, A. J., Brew-Sam, N., & Sanders, R. (2023). Internet patient vs. Internet-informed patient. In E. Y. Ho, C. L. Bylund, J. C. M. van Weert, I. Basnyat., N. Bol. & M. Dean (Eds.), The International Encyclopedia of Health Communication.  https://doi.org/10.1002/9781119678816.iehc0992 

Jäger, S., Street, R. L., Jr., & Rossmann, C. (2023). Patient-centered communication. In E. Y. Ho, C. L. Bylund, J. C. M. van Weert, I. Basnyat., N. Bol. & M. Dean (Eds.), The International Encyclopedia of Health Communication. Wiley. https://doi.org/10.1002/9781119678816.iehc0797

Reinhardt, A., Jäger, S., & Rossmann, C. (2022). Gesundheits- und Risikokommunikation in den Gesundheitsberufen. In R. Haring (Hrsg.), Gesundheitswissenschaften (Springer Reference Pflege – Therapie – Gesundheit, 2. Aufl., S. 273-283). Berlin, Heidelberg: Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-65219-0_24

Jäger, S. & Rossmann, C. (2020). Patientenzentrierte Kommunikation in der Onkologie: Ärztliche Best-Practice-Strategien, Rollen und Ziele für die gemeinsame Therapieentscheidung vor dem Hintergrund patientenseitiger Onlinerecherche. In A. Kalch & A. Wagner (Hrsg.), Gesundheitskommunikation und Digitalisierung: Zwischen Lifestyle, Prävention und Krankheitsversorgung (Reihe Gesundheitskommunikation | Health Communication, S. 33-53). Baden-Baden: Nomos. https://doi.org/10.5771/9783748900658-33

Reinhardt, A., Jäger, S. & Rossmann, C. (2019). Gesundheits- und Risikokommunikation in den Gesundheitsberufen. In R. Haring (Hrsg.), Gesundheitswissenschaften (Springer Reference Pflege – Therapie – Gesundheit, S. 257-267). Berlin, Heidelberg: Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-58314-2_24

Jäger, S. (2015). Effektive Kommunikation mit Internetpatienten in der Onkologie: Schlüsselkonzept zur Analyse der Arztperspektive. In M. Schäfer, O. Quiring, C. Rossmann, M. Hastall & E. Baumann (Hrsg.), Gesundheitskommunikation im gesellschaftlichen Wandel (Reihe Medien + Gesundheit, S. 165-175). Baden-Baden: Nomos. https://doi.org/10.5771/9783845264677

Jäger, S. (2017). Tagungsbericht für die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation zum Thema „Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld“, 23.-25.11.2016, Hamburg. AVISO – Informationsdienst der DGPuK (Nr. 64, S. 14).

Jaeger, S. (2013). On the Pulse of the Information Trend: Physicians’ Perception, Attitudes and Behavior in the Context of their Contact with Internet Patients. In IAMCR (Hrsg.), Crises, ‘Creative Destruction’ and the Global Power and Communication Orders: Papers presented at the 2013 conference of the International Association for Media and Communication Research (Virtual Paper Room).

Vorträge

Jäger, S. (2021, Mai 27). Online-Gesundheitsinformationen und Arzt-Patient-Interaktion: Grundlagen und Entwicklung der Arzt-Patient-Kommunikation und Anwendungsbeispiel Dissertationsstudie. Gastvortrag im Masterseminar „eHealth & mHealth: Potenziale und Grenzen der digitalen Gesundheitskommunikation“ von Constanze Rossmann, online.

Jäger, S. (2019, April 30). Online-Gesundheitsinformationen und Arzt-Patient-Interaktion: Berührungspunkte und deren Bedeutung für Theorie und Praxis. Gastvortrag im Master-Seminar „Online-Gesundheitsinformationen“ von Constanze Rossmann, Erfurt.

Jaeger, S. (2016, September 12). Effective Communication with Internet-informed Patients: Analysis of Oncologists' Behavioral Patterns in a Mirroring Survey with Cancer Patients. Conception of the Key Model in Focus. Gastvortrag im Forschungskolloquium (Coherent) des Institute of Communication and Health, Facoltà di scienze della comunicazione, Università della Svizzera italiana, Lugano, Schweiz.

Jäger, S. (2016, April 20). Prototypen der Arzt-Patient-Beziehung, relevante kommunikationswissenschaftliche Theorien und Vorstellung des Dissertationsprojekts „Effektive Kommunikation mit Internetpatienten“. Gastvortrag im Seminar „Diskurse in medizinischen Kontexten“ von Gila Schauer und Constanze Rossmann, Erfurt.

Lehre